wolferl seine faratfaseite mit faratfasachn

meine räder

nach 15 jahren der optimierung bin ich zum ergebnis gekommen, daß man in berlin genau drei räder braucht: ein straßenmountainbike für schönes wetter, ein liegerad für schönes wetter und ein allwettertaugliches gebrauchsrad zum einkaufen und draußen stehen lassen. aus dem grund habe ich drei fahrräder:

das "hirschkuh"
(ein rotwild rcc 02)
2004 interessierte ich mich für ein  votec nc1  und für ein  cannondale bad boy jekyl . gekauft habe ich dann aber ein  rotwild rcc 02 mit 'ner votec gs 4 classic gabel.  und marathonreifen. ( foto 2 ). weil mich die kettenschaltung schnell nervte, hab ich kurz drauf eine  rohloff nabenschaltung  einbauen lassen. die bekloppte stahlfeder flog kurz später raus und nach einem velothon (radrennen) habe ich festgestellt, daß rennreifen (continental sport contact) am mountainbike innerstädtisch viel viel besser funktionieren als geländereifen. letztendlich lief es so auf eine verbesserte mischung aus den beiden rädern oben raus.
bei motorrädern heißt die mischung von enduros mit straßenreifen supermoto. bei fahrrädern kenne ich da nur mein rad. die tolle kombination scheint sonst niemand auf dem schirm zu haben, was mich seit jahren wundert, denn das ist nun mal genau was man braucht.
das "ligfietzi"
(überwiegend eigenbau)
2005 habe ich entdeckt, daß liegeräder (holländisch "ligfiets") einfach das bessere konzept sind. die haben nur halben luftwiderstand (sind also sehr schnell), unglaublich bequem und in den meisten (nicht allen) szenarien auch sicherer. wenn man mit einem liegerad z.b. umfällt, merkt man es wegen der winzigen fallhöhe fast nicht. details zu dem rad links im bild stehen auf meiner  liegeradseite .
hier noch ein bericht zur herstellung der  schwinge 
und drei fotos meines selbstgebastelten kettenspanners:  1   2   3 .
bei der landbevölkerung erzeugen liegeräder übrigens auch im 21. jahrhundert noch  erstaunen .
das "schrottrad"
(ein cannondale hooligan 3)
2016 habe ich mich an die  entwicklung des perfekten gebrauchsrades  (nicht gebrauchtrades) gemacht und es wenig später gekonnt  boruttisiert , damit es niemand klaut. inzwischen habe ich auch die zugehörige schwere kette mit einem seil entklappert und bortuttisiert. zwei bezaubernde fotos sprechen für sich:  1   2 .

bei schlechtem wetter (regen, hagel, schnee oder eis) oder wenn ich das rad draußen stehen lassen will, nehme ich immer das gebrauchsrad. sonst nehme ich für strecken über 3 km immer das liegerad. aber das wechselt über die jahre. ich habe mountainbikejahre und liegeradjahre. 2018 ist definitiv ein liegeradjahr und ich kann mir gar nichts anderes vorstellen. in mountainbikejahren ist es genau andersrum. darüber hinaus habe ich auch noch ein einrad und ein extrem kleines miniklapprad, aber damit fahre ich ja nicht und ich würde die daher nicht als meine räder bezeichnen.

 

meine expeditionen vor die haustür

die strecken ("tracks") starten und enden alle in bei mir in friedrichshain. die gpx dateien kannst du dir zum nachfahren runterladen, die karten sind mit einem kartenservice verlinkt, also per mausklick durchstöberbar.

technisch benutze ich unter windows das gratis programm "basecamp" von garmin, in das ich mir eine openstreetmap lade. wie das genau geht kannst du googlen. basecamp ist 'ne stunde fummelei und ausprobieren, aber danach funktioniert's gut. die als .gpx datei exportierten strecken kopiere ich mir dann auf's handy. unter android benutze ich die offline app "osmand+", die 9 euro kostet. das ist zwar nochmal ne stunde fummelei und ausprobieren, funktioniert aber dann aber auch gut. als handy kann ich das "nomu s10" empfehlen. das kostet so um die 140 euro, hat einen riesigen! akku (für über 20 stunden musik und navi), ist sehr robust, wasserfest und tut alles was es soll. mit dem ding am lenker kann man musik hören, das navi unterbricht kurz für ansagen und zeigt für eine einstellbare zeit die karte. die app hat zwar ein teilweise konfuses menü und auch in der navigation nervende schwächen, aber für den preis muß man darüber hinwegsehen.

ziel länge datei karte (link) details
BER
78 km
 gpx 
es geht rund um die bekannte flughafenattrappe. das südliche "v" hat so 1 km kopfsteinpflaster mit schmalem befahrbarem sand-seitenstreifen.
den teil kann man bei mißfallen aber auch einfach über die L 402 abkürzen.
der rest hat fast durchgehend radwege oder ist wenig befahren. ( beispiel 1   beispiel 2 )
wer's länger mag: die schöne teilstrecke neben der A 113 (von der man nichts sieht) kann man auch mehrfach befahren.
mauerweg 160 km  gpx 
ich bin inzwischen (seit 2011) bei 76 nonstop umrundungen. die meisten allerdings ohne den mitte anteil. ich fahre seit jahren vom mauerpark die danziger straße und landsberger allee bzw direkt von mir zur schillingbrücke. das verkürzt die strecke zwar um vielleicht 5 km, aber man umgeht das innenstadtgenerve und die meisten touristen.
der mauerweg funktioniert in beiden richtungen, von denen jede so ihre vor- und nachteile hat. meine tollste umrundung war die am 9. november 2014 (25 jahre mauerfall). da war es trocken bei etwa 15 grad, an der strecke waren ü-wagen aus der ganzen welt, es gab mauerfallparties in den wäldern : ) und beim weg zurück war der mauerpark komplett verstopft. das ist immer ein wahnsinnserlebnis aus dem dunklen wald zurück in eine millionenstadt zu fahren und zu sehen, wie es alle 5 minuten heller und belebter wird. bis man - wie bei 25 jahre mauerfall - sich mitten im zentrum der weltnachrichten befindet, denn die mauer ist seinerzeit auf der  bösebrücke  (neben dem mauerpark) gefallen.  das war das neueste, voll der hammer, die kamen alle rüber .
glienicker brücke 62 km  gpx 
meine älteste strecke über den kronprinzessinnenweg.
biesenthal 91 km  gpx 
200m kopfsteinpflaster, 300m sandiger weg, der rest ist OK bis sehr gut. die wegen der autofahrer etwas nervige 2km lange gerade der L 29 im norden werde ich nächstes mal versuchen zu umfahren. impressionen von der strecke:  foto 1   foto 2   foto 3 .
königs wusterhausen 85 km  gpx 
eine wahnsinns strecke! nur radwege (bzw. freigegebene gehwege) und/oder sehr entspannter autoverkehr. derzeit mag ich den weg jedenfalls noch mehr als den mauerweg. und zwar aus den gleichen gründen: erst ist großstadt, dann vorort, dann pampa, dann wieder vorort ... und immer so weiter und am ende wieder zunehmend großstadt. hier paar fotos:  foto 1   foto 2   foto 3 . einziges ärgernis: in königs wusterhausen gibt es so 300 meter radweg mit spurrillen! die deppen haben da steinplatten längs der fahrtrichtung verlegt und zwei fingerbreit luft dazwischen gelassen. das ist nicht mehr dummdreist, das ist irre.
rehfelde 97 km  gpx 
eine strecke mit etwas von allem: große stadt, vororte, seen, felder und wälder. es gibt so ziemlich durchgehend radwege bzw. wo es mal keinen gibt, ist die straße wenig befahrenen. der südliche teil ist im wesentlichen der europaradweg R1. den nördlichen teil der strecke habe ich gestern selbst entworfen. die strecke liegt wieder ziemlich optimal entlang von s-bahn stationen, so daß man im fall einer nicht behebbaren panne halbwegs komfortabel nach hause kommt. noch zwei warnungen: die verkehrsführung in köpenick ist selbst für berliner verhältnisse bekloppt und die radfahrer und fußgänger am benachbarten müggelsee verhalten sich überwiegend wie zombies. was ich beides gar nicht mal unsympathisch finde. aber muß man halt wissen und innerlich darauf vorbereitet sein. als soundtrack in diesen etwas schwierigen soziotopen empfehle ich grandiosen  punk  oder auch wunderschönen  industrial metal . kommt auf's gleiche raus.
seefeld 82 km  gpx 
ist jetzt nicht sooo mein tip, aber funktioniert ganz gut und komplettiert durch die ja noch fehlende nordost richtung mein angebot an berliner radstrecken.
ahrensdorf 181 km  gpx 
so etwa 5 km sind huppelplatten oder kopfsteinpflaster (osten halt). aber alles in allem ist die strecke sehr fahrbar und die "autofahrende soziopathen dichte" ist unkritisch. soll heißen: von 1000 autofahrern sind 999 freundlich und höflich und haben alle tassen im schrank. es gibt im spreewald sogar biergärten an der strecke, so daß die elektrolytversorgung gewährleistet ist : )
beetzsee 1 208 km  gpx 
erstaunlich schöne selbstausgedachte strecke. die kritischen punkte: in brandenburg an der havel (kann man über die brücke auch komplett rauskürzen) gibt es kopfsteinpflaster und eine aberwitzige verkehrsführung. die weitgehend vorhandenen radwege der stecke sind stellenweise auch ziemlich planlos. die fangen irgendwo links oder rechts an und enden ohne schild oder hinweis irgendwie. auch schon mal in einer sackgasse oder auf einer wiese. und in wilmersdorf oder schönefeld gibt es in fahrtrichtung verlaufende kanten am fahrradweg. an zwei stellen ist das kriminell. einmal liegt so'n ding hinter einer engen kurve. das hätte mich mit dem liegerad beinahe umgeworfen. aber sonst ist das alles sehr schön und fahrbar und die autofahrer waren allesamt in normalbereich (haben ausreichend seitenabstand gehalten).
beetzsee 2 235 km  gpx 
die (neue) teilstrecke von berlin nach brandenburg an der havel ist schlicht superklasse. nur superglatter asphalt, wenig autos etc. die (neue) teilstrecke zurück ist so durchwachsen. aber sehr fahrbar und alle autos und laster waren freundlich (ich war an einem donnerstag unterwegs) das liegt vermutlich am exotischen liegerad und das ich die signalfahne und mein t-shirt in kreischendem neongelb halte. das macht mich sehr sichtbar, interessant und das bewirkt vermutlich bei absolut allen einen maximalen seitenabstand. aber das ist nur meine derzeitige theorie. vielleicht ist in wahrheit auch alles ganz anders. wie dem auch sei: es ist eine tolle strecke und ich kann die nur empfehlen.
ursprünglich hatte ich vor die 250 km voll zu machen, indem ich auf dem tempelhofer feld noch ein paar mal die start- und landebahn auf und ab fahre, aber da war ich bei über 30 grad schon so platt, daß ich durchgefahren bin : )
fläming skates - rundkurs 1 170 km  gpx 
meine alte lieblingsstrecke, bevor ich seinerzeit den mauerweg entdeckte. weil ich kein auto mehr habe, bin ich mit der bahn hin (RE3 ab berlin hbf (tief) nach bhf luckenwalde, ~30 minuten, 5,70€ + 3,30€ für's rad, fährt stündlich). dann einmal rum und erstmals zurück über landstraßen. mein fazit: die landstraßen sind doof. per zug zurück wäre besser gewesen. aber ...
- die  highlandrinder  an der rundstrecke waren und sind einfach toll. die haben jetzt sogar einen rasensprenger gegen die hitze und waren alle klatschnass : )
- die  strauße  an der rundstrecke waren und sind auch einfach toll. die sind wieder allesamt 100 meter mit mir mitgelaufen, als sie mich auf dem liegerad gesehen haben, was ja in etwa aussieht wie ein rennender strauß. und die bewegen sich genau wie dinosaurier! (weil vögel ja die nachfahren von dinosauriern sind und hollywood dinosaurier daher nach vogelbewegungsmustern animiert hat, denn es weiß ja kein mensch, wie sich dinosaurier tatsächlich bewegt haben.) auf jeden fall ein ganz tolles erlebnis, wenn so ein velociraptor einen sieht und dann seine dinokumpels auffordert mitzulaufen. jurassic world übernächster teil. live. und von der realität nicht mehr zu unterscheiden : )
- ich weiß jetzt, daß ich mich auf brandenburger alleen, wo nur alle 2 minuten ein auto kommt unwohl fühle. aber in berlin zwischen gropiusstadt und friedrichshain fühle ich mich wie ein schwein im klee, obwohl da ja vergleichsweise ein verkehrschaos tobt. ich bin also durch und durch ein kind der großstadt. genau wie ich es ja immer vermutet habe. die erkenntnis war zwar eigentlich nicht das ziel der radtour, aber ein schöner unerwarteter beifang.
motzen 113 km  gpx 
ist jetzt nichts besonderes, wenn man die teilabschnitte schon aus den anderen touren kennt, aber ganz ok. kann man schon mal fahren.

 

eine übersicht mit allen obigen tracks, um zu sehen, was sich ggf. kombinieren läßt:

 

der soziale aspekt

ein paar gedanken, die ich hatte und habe und die dir gegebenenfalls dabei helfen dinge gedanklich besser einzuordnen, weil es der tolle mann im internet auch so sieht:

 

sonstiges

was sonst noch so verlinkbar ist, rund ums radfahren:

 

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