wolferl seine faratfaseite mit faratfasachn

meine räder

nach 15 jahren der optimierung bin ich zum ergebnis gekommen, daß man in berlin genau drei räder braucht: ein straßenmountainbike für schönes wetter, ein liegerad für schönes wetter und ein allwettertaugliches gebrauchsrad für alles andere. aus dem grund habe ich genau drei räder:

das "hirschkuh"
(ein rotwild rcc 02)
2004 interessierte ich mich für ein  votec nc1  und für ein  cannondale bad boy jekyl . gekauft habe ich dann aber ein  rotwild rcc 02 mit 'ner votec gs 4 classic gabel.  und marathonreifen. ( foto 2 ). weil mich die kettenschaltung schnell nervte, hab ich kurz drauf eine  rohloff nabenschaltung  einbauen lassen. die bekloppte stahlfeder flog kurz später raus und nach einem velothon (radrennen) habe ich festgestellt, daß rennreifen (continental sport contact) am mountainbike innerstädtisch viel viel besser funktionieren als geländereifen. letztendlich lief es so auf eine verbesserte mischung aus den beiden rädern oben raus.
bei motorrädern heißt die mischung von enduros mit straßenreifen supermoto. bei fahrrädern kenne ich da nur mein rad. die tolle kombination scheint sonst niemand auf dem schirm zu haben, was mich seit jahren wundert, denn das ist nun mal genau was man braucht.
das "ligfietzi"
(überwiegend eigenbau)
2005 habe ich entdeckt, daß liegeräder (holländisch "ligfiets") einfach das bessere konzept sind. die haben nur halben luftwiderstand (sind also sehr schnell), unglaublich bequem und in den meisten (nicht allen) szenarien auch sicherer. wenn man mit einem liegerad z.b. umfällt, merkt man es wegen der winzigen fallhöhe fast nicht. details zu dem rad links im bild stehen auf meiner  liegeradseite . hier noch... bei der landbevölkerung erzeugen liegeräder übrigens noch  erstaunen .  auch 2019 noch .
das "schrottrad"
(ein cannondale hooligan 3)
2011 habe ich mich an die  entwicklung  eines perfekten gebrauchsrades (nicht gebrauchtrades) gemacht und es anschließend  boruttisiert , damit es niemand klaut. die zugehörige schwere kette ist mit einem seil entklappert und auch  bortuttisiert .

vielleicht merkt man es: ich mag boruttisierungen und glaube sagen zu können, daß ich mich ganz vorn in der weltweiten boruttisierungbewegung bewege. sogar herr borutta persönlich, dem ich alle paar jahre mal nen link auf meine künstlerische interpretation seiner lehre zumaile, ist davon ganz ergriffen : )

bei schlechtem wetter (regen, hagel, schnee oder eis) oder wenn ich das rad draußen stehen lassen will, nehme ich immer das gebrauchsrad. sonst nehme ich für strecken über 3 km immer das liegerad. aber das wechselt über die jahre. ich habe mountainbikejahre und liegeradjahre. seit 2018 sind liegeradjahre und ich kann mir gar nichts anderes vorstellen. in mountainbikejahren war es genau andersrum. darüber hinaus habe ich auch noch ein einrad und ein extrem kleines miniklapprad, aber damit fahre ich ja nicht und ich würde die daher nicht als meine räder bezeichnen.

 

meine expeditionen vor die haustür

die strecken ("tracks") starten und enden alle in bei mir in friedrichshain. die gpx dateien kannst du dir zum nachfahren runterladen, die karten sind mit einem kartenservice verlinkt, also per mausklick durchstöberbar. neue strecken füge ich immer unten dazu. die letzte ist also die neueste. kleinere korrekturen wandern nur in die gpx dateien. die karten aktualisiere ich nicht jedesmal.

technisch benutze ich unter windows das gratis programm "basecamp" von garmin, in das ich mir eine openstreetmap lade. wie das genau geht, kannst du googlen. basecamp ist ne stunde fummelei und ausprobieren, aber danach funktioniert's ziemlich gut. die als .gpx datei exportierten strecken kopiere ich mir dann auf mein handy. unter android benutze ich da die offline app "osmand+", die ~9 euro kostet. das ist zwar nochmal ne stunde fummelei und ausprobieren, funktioniert aber dann aber auch gut. als handy kann ich sogenannte outdoor handys empfehlen. für etwa 100 euro kriegt man ein robustes wasserfestes gerät, was alles tut was es soll. mit so nem ding am lenker kann man musik und podcasts hören, sieht wo man ist und wo es lang geht. die "osmand plus" app hat zwar ein konfuses menü und auch nervende schwächen, aber für den preis kann man darüber hinwegsehen. man muß auch gar nicht "navigieren". es reicht, die strecke und die position anzuzeigen und die bewegung aufzuzeichen. um meine dashcam und notfalls auch das handy mit strom zu versorgen, habe ich mir eine USB "powerbank" (akku) ans rad gebastelt. eine 20 Ah powerbank kostet ca. 30 euro und reicht für den ganztägigen dauerbetrieb von beidem.

ziel länge datei karte (verlinkt!) erklärbär
BER
78 km
 gpx 
es geht rund um die bekannte flughafenattrappe. das südliche "v" hat so 1 km kopfsteinpflaster mit schmalem befahrbarem sand-seitenstreifen.
den teil kann man bei mißfallen aber auch einfach über die L 402 abkürzen.
der rest hat fast durchgehend radwege oder ist wenig befahren. ( beispiel 1   beispiel 2 )
wer's länger mag: die schöne teilstrecke neben der A 113 (von der man nichts sieht) kann man auch mehrfach befahren.
mauerweg
160 km  gpx 
ich bin inzwischen (seit 2011) bei 79 nonstop umrundungen. die meisten allerdings ohne den mitte anteil. ich fahre seit jahren vom mauerpark die danziger straße und landsberger allee bzw direkt von mir zur schillingbrücke. das verkürzt die strecke zwar um vielleicht 5 km, aber man umgeht das innenstadtgenerve und die meisten touristen.
der mauerweg funktioniert in beiden richtungen, von denen jede so ihre vor- und nachteile hat. meine tollste umrundung war die am 9. november 2014 (25 jahre mauerfall). da war es trocken bei etwa 15 grad, an der strecke waren ü-wagen aus der ganzen welt, es gab mauerfallparties in den wäldern : ) und beim weg zurück war der mauerpark komplett verstopft. das ist immer ein wahnsinnserlebnis aus dem dunklen stillen wald zurück in eine millionenstadt zu fahren und zu sehen, wie es alle 5 minuten heller und belebter wird. bis man - wie bei 25 jahre mauerfall - sich mitten im zentrum der weltnachrichten befindet, denn die mauer ist seinerzeit auf der  bösebrücke  (neben dem mauerpark) gefallen.  das war das neueste, voll der hammer, die kamen alle rüber .
glienicker brücke 62 km  gpx 
meine älteste radstrecke, die ich viele jahre lang quasi standardmäßig gefahren bin und gelegentlich immer noch fahre. es geht durch die mitte der stadt, über den kronprinzessinnenweg neben der avus hin zu dieser albernen brücke. dann am wannsee lang zur pfaueninsel, durch den grunewald und den ku'damm runter zurück.
biesenthal
91 km  gpx 
200m kopfsteinpflaster, 300m sandiger weg, der rest ist OK bis sehr gut. die wegen der autofahrer etwas nervige 2km lange gerade der L 29 im norden werde ich nächstes mal versuchen zu umfahren. impressionen von der strecke:  foto 1   foto 2   foto 3 .
königs wusterhausen
83 km  gpx 
eine wahnsinns strecke! nur radwege (bzw. freigegebene gehwege) und/oder sehr entspannter autoverkehr. derzeit mag ich den weg jedenfalls noch mehr als den mauerweg. und zwar aus den gleichen gründen: erst ist großstadt, dann vorort, dann pampa, dann wieder vorort ... und immer so weiter und am ende wieder zunehmend großstadt. hier paar fotos:  foto 1   foto 2   foto 3 .
rehfelde
97 km  gpx 
eine strecke mit etwas von allem: große stadt, vororte, seen, felder und wälder. es gibt so ziemlich durchgehend radwege bzw. wo es mal keinen gibt, ist die straße wenig befahrenen. der südliche teil ist im wesentlichen der europaradweg R1. den nördlichen teil der strecke habe ich gestern selbst entworfen. die strecke liegt wieder ziemlich optimal entlang von s-bahn stationen, so daß man im fall einer nicht behebbaren panne halbwegs komfortabel nach hause kommt. noch zwei warnungen: die verkehrsführung in köpenick ist selbst für berliner verhältnisse bekloppt und die radfahrer und fußgänger am benachbarten müggelsee verhalten sich überwiegend wie zombies. was ich beides gar nicht mal unsympathisch finde. aber muß man halt wissen und innerlich darauf vorbereitet sein. als soundtrack in diesen etwas schwierigen soziotopen empfehle ich grandiosen  punk  oder auch wunderschönen  industrial metal . kommt auf's gleiche raus.
seefeld
82 km  gpx 
ist jetzt nicht sooo mein tip, aber funktioniert ganz gut und komplettiert durch die ja noch fehlende nordost richtung mein angebot an berliner radstrecken.
ahrensdorf
181 km  gpx 
so etwa 5 km sind huppelplatten oder kopfsteinpflaster (osten halt). aber alles in allem ist die strecke sehr fahrbar und die "autofahrende soziopathen dichte" ist unkritisch. soll heißen: von 1000 autofahrern sind 999 freundlich und höflich und haben alle tassen im schrank. es gibt im spreewald sogar biergärten an der strecke, so daß die elektrolytversorgung gewährleistet ist : )
beetzsee 1
208 km  gpx 
erstaunlich schöne selbstausgedachte strecke. die kritischen punkte: in brandenburg an der havel (kann man über die brücke auch komplett rauskürzen) gibt es kopfsteinpflaster und eine aberwitzige verkehrsführung. die weitgehend vorhandenen radwege der stecke sind stellenweise auch ziemlich planlos. die fangen irgendwo links oder rechts an und enden ohne schild oder hinweis irgendwie. auch schon mal in einer sackgasse oder auf einer wiese. und in wilmersdorf oder schönefeld gibt es in fahrtrichtung verlaufende kanten am fahrradweg. an zwei stellen ist das kriminell. einmal liegt so'n ding hinter einer engen kurve. das hätte mich mit dem liegerad beinahe umgeworfen. aber sonst ist das alles sehr schön und fahrbar und die autofahrer waren allesamt in normalbereich (haben ausreichend seitenabstand gehalten).
beetzsee 2
235 km  gpx 
die (neue) teilstrecke von berlin nach brandenburg an der havel ist schlicht superklasse. nur superglatter asphalt, wenig autos etc. die (neue) teilstrecke zurück ist so durchwachsen. aber sehr fahrbar und alle autos und laster waren freundlich (ich war an einem donnerstag unterwegs) das liegt vermutlich am exotischen liegerad und das ich die signalfahne und mein t-shirt in kreischendem neongelb halte. das macht mich sehr sichtbar, interessant und das bewirkt vermutlich bei absolut allen einen maximalen seitenabstand. aber das ist nur meine derzeitige theorie. vielleicht ist in wahrheit auch alles ganz anders. wie dem auch sei: es ist eine tolle strecke und ich kann die nur empfehlen.
ursprünglich hatte ich vor die 250 km voll zu machen, indem ich auf dem tempelhofer feld noch ein paar mal die start- und landebahn auf und ab fahre, aber da war ich bei über 30 grad schon so platt, daß ich durchgefahren bin : )
motzen
112 km  gpx 
ist eigentlich nichts besonderes, wenn man die teilabschnitte schon aus den anderen touren kennt, aber das ist eine richtig schöne strecke.
storkow
138 km  gpx 
schöne abwechslungsreiche tour mittlerer länge. im südlichen teil gibt es zwar ein paar merklich von autos befahrene landstraßenabschnitte, allerdings mußte ich heute (freitag) nicht ein mal hupen. die strecke funktioniert also ziemlich gut und die leute in der gegend halten ausreichend seitenabstand. kein stress. kein sand. kein kopfsteinpflaster.
schwielowsee
130 km  gpx 
die strecke ist extrem abwechlungsreich und erscheint mir auf der gesamten länge sicher. es gibt zwar ein paar landstraßenabschnitte, aber da sind keine autopsychopathen unterwegs. die irren gibt es - glaube ich - eher auf berliner landstraßen in nordnordost und südsüdwest. der fahrbahnbelag ist mit minimalen ausnahmen gut bis sehr gut und es gibt fast überall radwege. die sind aber oft und gern mal auf der gegenüberliegenden! straßenseite und für beide fahrrichtungen. man muß also also immer die augen offen haben, um solche radwege rechtzeitig zu sehen, denn schilder sind oft auch gut versteckt und fahrbahnmarkierungen gibt es nur im ausnahmefällen. wichtig: am nördlichsten punkt der strecke muß man  wissen wo und wie man links abbiegt . aber von dem üblichen  verkehrsplanerischen schwachsinn  abgesehen, ist das eine absolute traumstrecke.
wannsee
82 km  gpx 
eine kurze variante meiner schwielowsee tour. ohne schwielowsee. aber mit wannsee. yo.
scharmützelsee
149 km  gpx 
die strecke ist sicher, denn es gibt fast überall radwege und ausnahmslos alle! autos außerhalb berlins haben heute beim überholen geschätzt 3 meter seitenabstand gehalten. so etwas habe ich, glaube ich, überhaupt noch nie erlebt. vielleicht liegt es an meinem liegerad. oder an den leuten. keine ahnung. etwas nachteilig ist, daß die strecke relativ wenig abwechslung bietet. aber das ganze ist sehr fahrbar und wer dörfer, grünzeug und landschaft mag, ist mit dieser tour sehr gut beraten. und immer schön die augen aufhalten, denn die radwege sind oft gut versteckt auf der anderen straßenseite.
osinów dolny 184 km  gpx 
osinów dolny ist die westlichste stadt polens. das ist die stadt mit den meisten friseuren der welt und veranstaltungsort des "polenmarktes", wo berliner und sonstige sumpfbewohner haareschneiden und einkaufen fahren. man kann da halt sehr günstig feuerwerk, benzin, zigaretten, blumen und sonstwas kaufen. oder sich eben die haare schneiden lassen. für mich war aber ausschließlich der weg das ziel und meine strecke vermeidet den autoverkehr sehr effektiv. die strecke ist also so sicher wie möglich. was die aussicht betrifft, ist die gegend um die oder herum echt mal was anderes: der schnurgerade etwa 8 km lange radweg durch den  oderbruch  und dann auf dem deich weiter... das ist schon sehr entspannend. hin- und rückweg sind übrigens weitgehend identisch, darum sieht es auf den ersten blick nicht nach rundfahrt aus.
oder
194 km  gpx 
die hinfahrt ist wie nach osinów dolny (eins drüber), aber dann geht es südlich  an der oder lang  bis ins bezaubernde groß neuendorf am ende der welt. ich war mit dem rad noch nie östlicher : ) die rückfahrt geht überwiegend über straßen, die allesamt unkritisch sind. zwei kilometer sind aus halbwegs befahrbarem festem sand. die ganze strecke hat so ihren eigenen reiz. besonders  buckow  am türkisblauen schermützelsee (nicht verwechseln mit dem schArmützelsee) fand ich lustig. ein sympatisch bodenständiger badeort mitten im niemandsland. so richtig mit touristen und so. co2 neutrales nahreisen bildet... apropos: vorsicht in  strausberg .
untenrum
126 km  gpx 
der erste teil der strecke entspricht (fast) meiner schwielowsee strecke, der zweite teil (fast) der beetzsee 1 strecke. dazwischen liegt die neu entdeckte direktverbindung von sanssouci nach babelsberg. das ist alles sehr schön zu fahren und es gibt so ziemlich überall radwege. die fahrt durch all die südlichen bezirke berlins ist eine kleine sensation, wenn man das lange nicht gemacht hat. das kam mir so vor, als wenn ich alle 1000 meter durch eine andere stadt fahren würde. mit dem tempelhofer feld als höhepunkt, das sich anfühlt wie ein burning man festival. nur ohne eintritt und vor der haustür. mit kite surfern, drachen, go-karts, einer open air lambada tanzgruppe mit ca. 50 paaren und so weiter. sehr schön das alles. die einzige gefahrenstelle gibt es in babelsberg, wo am s-bahnhof der radweg urplötzlich und ohne vorankündigung  zwischen straßenbahnschienen und einem hohen bordstein  endet bzw. sich undefiniert verflüchtigt. und wenn man denkt "sowas gibt's doch gar nicht", legt babelsberg 100 meter weiter  noch eins drauf . ich hab schon sehr viel gesehen, aber das ist eine ganz neue kategorie! der unzurechnungsfähigkeit. bestenfalls vergleichbar mit der loveparadeplanung von oberhausen. und selbst da konnte ich zumindest die politische motivation hinter dem irresein verstehen. für die potentiell tötliche falle in babelsberg gibt es noch nicht mal ein erkennbares motiv.
kotzen
156 km  gpx 
fantastische radstrecke mit unglaublich guten fahrradwegen, sobald man mal aus berlin raus ist. die radwege und die kreisverkehre um nauen rum sind ist einfach ein fest. da hat tatsächlich jemand sein gehirn angeschaltet und alle wohlbekannten erkenntnisse zu gunsten aller verkehrsteilnehmer umgesetzt. eigentlich sollte das ja die norm sein, aber das ist so UNGLAUBLICH, wenn man den verkehrsplanerischen stumpfsinn berlins gewohnt ist. auch sonst gibt es nur radwege wie im traum. 2 meter breiter superglatter fahrradasphalt parallel zur B5, keine huppel, keine überraschungen, keine sinnlosen absperrungen. der ganze teil östlich von zeestow ist ein hammer. die qualität der strecke östlich berlins zieht mindestens mit der fläming skates strecke gleich. das eigentliche ziel der tour ist aber natürlich ein  selfie mit dem ortseingangsschild . der obere teil des rundkurses ganz links ist übrigens schöner als der untere. wer`s schön mag, kann von kotzen also auch wieder über pessin zurückfahren. wieder wichtig: am nördlichsten punkt zwischen falkensee und brieselang muß man  wissen wo und wie man links abbiegt .
küstrin-kietz 112 km  gpx 
langweilige strecke. besser nicht nachfahren. eigentlich wollte ich mit dem rad eine leicht andere route zurückfahren, war aber in küstrin-kietz so frustriert, daß ich mit der regionalbahn zurück bin. auf der positiven seite kann ich sagen, daß die strecke sicher (alle autos halten 3 m seitenabstand) und allgemein gut fahrbar ist. und man kann den oberen der beiden (unbefestigten) halbkreise direkt an der oder durch die (asphaltierte) gerade entlang des ufers abkürzen. den halbkreis zu fahren war ein blöder fehler.
schorfheide
142 km  gpx 
ich bin gegen den uhrzeigersinn gefahren. bis eichhorst (auf 1 uhr) rauf ist es im wesentlichen der berlin-usedom radweg und der ist ziemlich toll. es gibt ein paar unbefestigte abschnitte, aber die sind selbst mit dem liegerad in moderater geschwindigkeit befahrbar. keine üblen sandkästen. von eichhorst bis oranienburg (auf 10 uhr) war es landschaftlich relativ langweilig. die fast durchgehenden radwege waren aber unglaublich gut, da kann man wirklich nicht meckern. und die paar kilometer auf der straße sind unproblematisch, weil da (montag, früher nachmittag) fast keine autos fahren und die straße sehr breit, hell und offen ist. ab oranienburg wird es wieder interessanter und abwechslungsreicher. das liegt einerseits am kleinen b., das so langsam wieder anfängt und daran, daß die route teile des mauerweges enthält. überhaupt hat mich die strecke an den mauerweg erinnert. nur halt 40km nach oben und 10km nach rechts verschoben. aber ansonsten ist das gar nicht mal sooo anders.
oderberg
185 km  gpx 
die beste radstrecke überhaupt. vergiß alles was hier drüber steht. der oderberg weg ist super abwechslungsreich, sicher, toll und überhaupt der hammer. es gibt zwar ein paar ca. 100 meter lange segmente mit natursteinpflaster nach napoleon art, aber darüber kann man locker wegsehen. besonders dieser obere teil entlang des finowkanals ist wie im märchen ( foto ). mit seerosen, extrembotanik, verschlungenen radwegen und oft perfektem asphalt... wie im märchen! den schloßberg (direkt links vor oderberg) kann man auch über die teufelsbergstraße untenrum umfahren. das ist sicherer, aber auch weniger komfortabel. die karte zeigt den weg über die L29 und die gpx datei enthält auch den weg. die  alternative hab ich hier mal skizziert . in wriezen gibt es an dem dorfplatz an der kirche einen imbiss, in dem man sich nen sterni (bier) kaufen kann, das einen dann über die nächsten hügel bis möglin mit energie versorgt.
ps: und noch ein kleiner  insidertip 
frankfurt
213 km  gpx 
bis zum südlichsten punkt der strecke gibt es gute und teilweise sogar großartige radwege. also ziemlich brandenburg typisch. danach kommt ein paar 100 meter ruppiger schottersandweg, der aber problemlos bezwingbar ist. danach werden die radwege etwas unschöner, aber es gibt sie und das ist alles durchweg sicher. am erstaunlichsten fand ich, daß ab briesen quasi niemand mehr war. alle straßen leer, kaum autos, praktisch keine menschen. ganz wenige radfahrer. fast wie in tschernobyl, auf dem mars oder einer noch nicht gedrehten black mirror folge. erst direkt am ufer der oder hab ich wieder ansatzweise lebenszeichen entdeckt. und das alles an einem sonnigen samstag im juli 2020. sehr mysteriös das ganze. insgesamt finde ich die strecke nicht gerade umwerfend, aber ganz OK. jeder ungläubige berliner, der es von der fitness her kann, sollte einmal in seinem leben hin und zurück radeln : )
müllrose
195 km  gpx 
müllrose (die betonung liegt auf der ersten silbe - darauf legen die müllrosi viel wert) ist ein charmanter uralter ort mitten in der wildnis. niemand weiß, was der ortsname bedeutet und weil der ort im laufe der jahrhunderte 14 mal umbenannt wurde, war das auch vermutlich nie anders. für die meisten ist es das "tor zum schlaubetal", für die einwohner ist es das "tor zu berlin". wenn du die strecke fährst, ist es beides.
der erste teil der tour ist identisch mit der eins drüber. aber dann geht es an der kersdorfer schleuse rechts vorbei und das ersetzt die unschönen anteile der frankfurt tour durch deutlich schönere. mit wäldern, seen und tollen radwegen. im gegensatz zu frankfurt gibt es in müllrose auch kein wegzugproblem. müllrose wächst sehr langsam aber stetig (5000 einwohner nach 800 jahren) und man kann verstehen warum, denn die exoten wohnen landschaftlich echt schön. mit richtig langem sandstrand und so. den kulturellen aspekt kann ich leider nicht beurteilen, weil ich nicht angehalten habe. vielleicht führt die abgeschiedenheit zu gefühlsduselei wie in  nell , zu morden wie in  fargo  oder es herrscht stumpfsinn wie in  dark star  - man weiß es nicht ...
plauer see
207 km  gpx 
eine sehr durchwachsene strecke. das obere stück von brieselang bis zum beetzsee fand ich diesmal super langweilig. das stück südlich des plauer sees (also genaugenommen des möserscher sees und des breitlingsees) war dann aber eine unerwartete sensation ( foto1   foto2 ). brandenburg an der havel war wieder "irgendwie beknackt", der radweg südlich der havel rauf bis zur bauschuttdeponie aber eine absolute sensation. nur sehr tolle alte bäume neben dem fluß und ein perfekter radweg. einfach sensationell. als würde man dürch ein klassisches ölgemälde rollen. leider hab ich davon keinen film bzw. foto, weil ich das kabel zwischen powerbank und meiner tretlagercam versehentlich nicht eingestöpselt hatte. bis phöben war es anschließend auch noch ganz schön. von da aus nach hause war es so so la la. also ich würde die tour als solche jetzt nicht unbedingt empfehlen, aber die beiden teilstrecken jederzeit. es gab entlang der strecke (sonntags) auch so etwa alle 20km ne einkaufsmöglichkeit für getränke bzw. biergärten. die gastronomie infrastruktur ist also ganz ok soweit. wieder wichtig: am nördlichsten punkt zwischen falkensee und brieselang muß man  wissen wo und wie man links abbiegt .
ps: noch ein  verbitterte nachanmerkung .
fläming skate - rundkurs 1
217 km  gpx 
meine alte lieblingsstrecke, bevor ich seinerzeit den mauerweg entdeckte. damals bin ich bestimmt 50 mal mit meinem auto hin und als das abgeschafft war ("car is over"), auch einmal mit der bahn (RE3 ab berlin hbf (tief) nach bhf luckenwalde oder bhf jüterbog, ~30 minuten fahrzeit, fährt stündlich). meine neu ausgetüftelte ~62 km lange anfahrt über den berlin-leibzig radweg hat stark schwankende qualität. das schwankt in schulnoten von 1- bis 6+. ich war aber überrascht, daß das hin- und zurück mit dem rad sehr machbar ist. die radwegqualität des  rundkurses  selbst ist natürlich durchgehend ne glatte 1.
auch die  highlandrinder  an der strecke sind immer toll, genau wie die  strauße . ein echtes problem dürfte für viele die getränkebeschaffung sein. es gibt biergärten am oberen bereich der rundstrecke (in kolzenburg, janickendorf und petkus), aber unten war freitag nachmittags tote hose. um an ein kaltes bier zu kommen, habe ich auf gut glück in oehna (auf 7 uhr) einen schönen schattigen  biergarten  in einem innenhof an der hauptkreuzung entdeckt. 100 meter neben der strecke. die meinten, es gibt keine schilder an der strecke, weil das verboten! ist bzw. geld kostet. was doppelt merkwürdig ist, denn es gibt an der gesamten strecke keine schilder zu verpflegungsstellen. obwohl das doch vermutlich jeder, der da fährt, im hochsommer gern wissen würde.
ps: der empfehlungsdaumen bezieht sich nur auf den rundkurs (den kreis unten).
pps: der rundkurs funktioniert natürlich auch gegen den uhrzeigersinn, aber ich finde mit dem rad im uhrzeigersinn minimal besser. mit skates würde ich wegen des höhenprofils eher gegen den uhrzeigersinn fahren.
wandlitz
111 km  gpx 
auch die beste radstrecke überhaupt. eigentlich wollte ich mit am computer nur schnell eine 100 km strecke entwerfen, die ich bei 30 grad fahren kann. dafür hab ich teile von meinen anderen strecken wiederverwertet. herausgekommen ist eine super abwechslungsreiche 111 km strecke, die meine erwartungen weit übertroffen hat. im zentrum (oben in der mitte) steht der wandlitzsee. zusammen mit dem rahmer see, dem liepnitzsee und all den anderen seen da oben hat sich da eine badegesellschaft herausgebildet. jeder ist auf dem weg zu nem see, ist an nem see oder kommt von nem see. und das alles umrahmt von meist tollen radwegen. das reicht von befestigtem (befahrbarem) wald/schotter/sandboden bis zu tatsächlich perfekten radwegen. also ich kann den weg sonntags im sommer rundrum empfehlen.

der einzige punkt, wo man aufpassen muß ist an der rechten (östlichen) seite des obersees (auf 1 uhr). da fährt man auf dem radweg auf der straße eine langgestreckte schnelle rechtskurve und muß dann relativ überraschend rechts in eine  haltebucht , von der aus man die straßenseite wechseln muß. von da aus geht es dann auf dem perfekten getrennten radweg auf der linken straßenseite weiter. ich fand das nicht gefährlich oder kritisch, aber wenn man es vorab weiß, ist es natürlich besser.

bad freienwalde
165 km  gpx 
fast wie die oderberg strecke 6 weiter oben. nur ohne oderberg, ohne oderbruch und ohne oder. aber dafür mit bad freienwalde und 20 km kürzer.  bad freienwalde  war ist ein echter aha effekt. ich hätte samstags und der stelle nicht erwartet eine belebte stadt mit vielen menschen, schönen altbauten und geöffneten geschäften aller art vorzufinden. das ist ein totaler kontrast zu vielen anderen brandenburger ortsschaften, in denen samstags alles zu ist und man keine menschen sieht. es gibt zwar ca. 5 km landstraße ohne radweg, aber die ist breit, übersichtlich und man kann diee sicher befahren. ansonsten gibt es radwege oder straßen, die zumindest an einem samstag so gut wie autofrei sind. ca. 5 km vor wriezen ist auf der linken straßenseite ein sehr guter radweg, der aber unbeschildert ist und den man leicht übersehen kann. da muß man drauf und ihm dann bis wriezen folgen. ein besonderes highlight: vor dem imbiss an der kirche in der mitte von wriezen gibt es original coronaleugner. das hab ich zumindest bei 2 meiner letzten 3 besuche mitbekommen. die bestreiten die existenz! von sars-cov-2. ein kostenloses regionales kulturerlebnis der bizarrsten art : )
motzen und kotzen
236 km  gpx 
eine kombination aus meiner "motzen" und meiner "kotzen" tour. ich würde das jetzt nicht unbedingt empfehlen, aber die tour funktionierte überraschend gut.

 

eine übersicht mit allen obigen tracks, um zu sehen, was sich ggf. kombinieren läßt:

 

der (a)soziale aspekt

ein paar gedanken, die ich hatte und habe und die dir vielleicht dabei helfen dinge gedanklich besser einzuordnen, weil es der tolle mann im internet auch so sieht:

 

sonstiges

was sonst noch so verlinkbar ist, rund ums radfahren:

 

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